Arbeitsgruppe Mittelenergiephysik
mit hadronischen Sonden am PIT
(Prof. Dr. H. Clement, Prof. Dr. G. J. Wagner)

Unser Forschungsgegenstand
Wir führen an verschiedenen Beschleunigeranlagen Experimente zur Vermessung von
Eigenschaften und Reaktionen stark wechselwirkender Teilchen (Hadronen) durch.
Schwerpunkte unserer Untersuchungen sind die Proton- und
Pion-induzierte Produktion von Mesonen sowie die elastische Streuung von Pionen
an Protonen.
Hintergrund dieser Arbeiten ist ein zentrales Problem der subatomaren Physik:
das Verständnis der starken Wechselwirkung im Bereich der 'nicht-perturbativen
QCD'.
Die grundlegende Theorie der starken Wechselwirkung ist die Quantenchromodynamik
(QCD) mit Quarks und Gluonen als Freiheitsgraden. Bei hohen Energien/Impulsüberträgen ist eine
störungstheoretische Behandlung der QCD möglich und sehr erfolgreich.
Dieses Verfahren scheitert jedoch im Energiebereich der uns umgebenden Welt.
Hier dominiert der Einschluss von Quarks und Gluonen in Hadronen (Protonen,
Pionen,...) und verhindert bislang weitgehend die Beschreibung von Prozessen der
starken Wechselwirkung auf der Grundlage der QCD.
Für die Entwicklung von Zugängen zu diesem Gebiet ist die experimentelle
Festlegung der Eigenschaften und Wechselwirkungen der Hadronen unerlässlich.
Dazu tragen die von uns vorgenommenen Messungen bei.