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VIDMAN
ILIAS
Europäisches Graduiertenkolleg
Basel-Graz-Tübingen
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Aktuell zu vergebene Diplom- und Doktorarbeiten
Wir suchen für alle Experimente noch
Verstärkung!
Bei Interesse kontaktiert einfach ein Mitglied der Arbeitsgruppe.
Übersicht (anklicken für ausführliche Beschreibung):
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Der Aufbau von CRESST ist mit Szintillations-Detektoren
umgeben, um eindringende kosmische Myonen zu erkennen. Die dafür
vorgesehenen Plastik-Szintillator-Panels sind bereits installiert. Im Rahmen der Arbeit soll die Empfindlichkeit der Panels
kalibriert werden und ein Verfahren zur Stabilitätskontrolle entwickelt
werden. Programmierkenntnisse wären vorteilhaft. Die Arbeit wird in
Tübingen und am Gran Sasso Labor durchgeführt.
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EURECA ist die Idee eines zuküftigen (mindestens) auf europäischer
Ebene aufzubauenden Großprojekts mit etwa einer Tonne Detektormasse
zur Suche nach Dunkler Materie. Dazu sind aufgrund der Dimensionierung des
Experiments neue Maßnahmen und Technologien in den Abschirmungen
erforderlich. Die Arbeit soll ausführliche Monte Carlo Simulationen
beinhalten, Programmierkenntnisse sind daher erwünscht.
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Bei der kalorimetrischen Messung sind Energiedepositionen durch
Teilchenstrahlung und durch andere Prozesse nicht voneinander
unterscheidbar. Relaxationen von Spannungen die sich durch unterschiedliche
Ausdehnungen aufgebaut haben, können daher einen Untergrund für die
Suche nach Dunkler Materie darstellen und müssen sehr sorgfältig
vermieden werden. Dazu ist die Kenntnis des genauen Verlaufs der thermischen
Kontraktion der Detektorkomponenten von Raumtemperatur bis zu den tiefen
Temperaturen im Millikelvin-Bereich erforderlich. Im Rahmen der Arbeit sollen
zunächst verschiedene Detektorkristalle mittels Röntgenbeugung
untersucht werden. Die Arbeiten werden in Zusammenarbeit mit Prof. Ihringer am
Institut für Kristallographie durchgeführt. Die Beteiligung an den
Aktivitäten zu CRESST im Gran Sasso Labor in Italien ist erwünscht.
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Eine möglichst hohe Lichtausbeute ist sehr wichtig für die Effizienz der Unterdrückung von radioaktivem Untergrund bei den CRESST-Detektoren. Um den Lichtnachweis weiter zu verbessern, sollen verschiedene Szintillationskristalle charakterisiert werden. Im Rahmen der Arbeit sollen die spektrale Verteilung des Szintillationslichtes und die zeitliche Emissionscharakteristik (Abklingzeit) nach Anregung durch Gammastrahlung untersucht werden. Für die Arbeiten steht ein optisches Labor und ein Badkryostat für den Temperaturbereich von 2K-300K zur Verfügung. Die Arbeit wird in Tübingen durchgeführt. Die Mitarbeit an CRESST im Gran Sasso Labor in Italien ist erwünscht.
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Radioaktives Radongas aus der natürlichen Zerfallskette ist eine der wesentlichen Quellen von Untergrund bei Experimenten zur Suche nach seltenen Ereignissen. Daher soll im Tübinger Untergrundlabor der Radongehalt der Luft überwacht werden. Im Rahmen der Arbeit soll die Messung aufgebaut werden und die Abhängigkeit des Radongehaltes von verschiedenen externen Parametern (Lüftung, Wetter) bestimmt werden.
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Im Rahmen des Experiments EURECA soll die Targetmasse für die Suche nach Dunkler Materie deutlich auf bis zu eine Tonne erhöht werden. Die bisherige Größe eines Kalorimetermoduls beträgt 300g. Um die Anzahl der notwendigen Kanäle zu reduzieren, soll untersucht werden, inwieweit die Modulgröße erhöht werden kann. Im Rahmen der Arbeit sollen Tests mit solchen neuen Modulen durchgeführt werden. Daneben sollen die für das CRESST Experiment vorbereiteten Module vor ihrem Einbau am Gran Sasso Labor in Tübingen bezüglich ihrer Sensitivität getestet werden. Für die Arbeit wird im Untergrundlabor in Tübingen im Frühjahr 2007 ein Entmischungskryostat aufgebaut. Die Detektormodule werden in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München hergestellt und im Tübinger Untergrundlabor auf der Morgenstelle getestet. Die Mitarbeit beim Experiment CRESST im Gran Sasso Labor in Italien ist erwünscht.
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Die genaue Kenntnis der Parameter der Detektorkalibrierung und die Kontrolle der Stabilität der Parameter sind von entscheidender Bedeutung für die Sensitivität von Langzeitexperimenten zur Suche nach seltenen Ereignissen, wie die Projekte CRESST oder EURECA. Im Rahmen der Arbeiten sollen Methoden entwickelt werden, die Energiekalibrierung und der Cut-Parameter zur Untergrundunterdrückung zu verbessern und die Stabilität regelmäßig online am Experiment zu überprüfen.
Die Energie eines Strahlungsereignisses wird üblicherweise anhand des Maximums des aufgezeichneten zeitlichen Verlaufs des Signals bestimmt. Bei Tieftemperatur-Kalorimetern kann diese Methode aber zu zeitlichen Schwankungen der Energiekalibrierung führen, wenn z.B. die Betriebstemperatur des Detektors schwankt. Im Rahmen der Arbeit soll untersucht werden, ob man Algorithmen finden kann, die aus dem Signalverlauf eine stabile und möglichst lineare Energieinformation ermitteln können. (Software, Datenanalyse)
Das Verhältnis von Phononsignal zu dem gleichzeitig gemessenen Lichtsignal ist der für die Untergrundunterdrückung entscheidende Parameter, da damit Kernrückstöße identifiziert werden können. Zur zeitlichen Überwachung der Stabilität des Unterdrückungs-Parameters wäre es wünschenswert die Detektoranordnung von CRESST regelmäßig mit einer Neutronenquelle zu bestrahlen. Dazu soll im Rahmen der Arbeit untersucht werden, ob mit einem kleinen Ionenbeschleuniger, basierend auf pyroelektrischen Kristallen, eine schwache Neutronenquelle realisiert werden kann. (experimentelle Aufbauarbeit)
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Zur Kalibrierung der Signalantwort nach Kernrückstößen wurde im Rahmen von CRESST am Tandembeschleuniger in München ein Streuexperiment aufgebaut. Die Idee dabei ist mit Neutronen bekannter Energie durch elastische Streuung am zu kalibrierenden Detektor Kernrückstöße zu erzeugen. Wird der Streuwinkel der Neutronen gemessen, so ist die übertragene Rückstoßenergie bekannt. In den kommenden zwei Jahren soll die Messung erstmals mit Tieftemperaturdetektoren durchgeführt werden. Die Arbeit ist eine Zusammenarbeit der Arbeitsgruppen in Tübingen und München. Parallel dazu sollen am Tübinger Rosenau-Beschleuniger Untersuchungen durchgeführt, inwieweit diese Streumessungen auf Neutronen niedriger Energie erweitert werden können.
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Zur Abschirmung gegenüber kosmischer Strahlung wird GERDA mit einem Myon-Veto-Detektor umgeben. Der gesamte
Aufbau befindet sich in einem Wassertank, der als Cerenkov-Medium für das
Myon-Veto verwendet wird. Dazu wird das Wasser mit Photomultipliern
instrumentiert. Im Rahmen der Arbeit soll die optimale Anordnung der
Photomultiplier ermittelt werden. Dazu werden die Eigenschaften des Vetos in
Monte Carlo Simulationen untersucht. Daneben wird zusammen mit den
Mitarbeitern der Arbeitsgruppe die Datenauslese des Vetosystems entworfen und
aufgebaut. Später ist eine aktive Teilnahme am Aufbau am Gran Sasso Labor
erforderlich, so daß die Arbeit zum Teil in Tübingen zum Teil in Italien durchgeführt wird.
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Im Verlauf des GERDA Experiments sollen weiter
isotopenreine Ge-Detektoren eingesetzt werden. Dazu werden schon jetzt in
Russland 30kg an 76Ge produziert. Wenn daraus Ge-Detektoren hergestellt
werden, muß dies möglichst schnell passieren, um die kosmogene
Aktivierung radioaktiver Isotope zu minimieren. Zusammen mit den Herstellern
soll der Herstellungsablauf optimiert werden. Für den Einbau im
Experiment müssen die Verfahren zur Kontaktierung, Halterung und der
Einbringung in die Abschirmung entworfen werden. Außerdem werden die
Eigenschaften der Detektoren vor dem Einbau in GERDA getestet. Die Arbeit wird
in Tübingen, am Gran Sasso Labor in Italien und zum Teil bei den
Herstellerfirmen in Belgien stattfinden.
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Zur Zeit wird der Aufbau von Double Chooz
entworfen. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Veto gegenüber
Strahlungsuntergrund, der durch kosmische
Strahlung erzeugt wird. Dazu wird der Neutrinodetektor möglichst
vollständig mit einem weiteren Detektor umgeben, der eindringende
Strahlung erkennen soll.
Mitglieder der Arbeitsgruppe beschäftigen sich mit der Analyse des
kosmisch induzierten Untergrundes. Basierend darauf soll im Rahmen der Arbeit
der konkrete Aufbau des Vetos von Double-Chooz entworfen werden. Dazu sind
Computer-Simulationen der Lichtausbreitung im Szintillations-Detektor
erforderlich. Außerdem soll der mechanische Aufbau (Halterung und
Einkapselung der Photomultiplier im Flüssig-Szintillator) entworfen
werden. Voraussetzungen sind Programmierkenntnisse (C++) und der Wille den
Aufbau eines Experimentes mitzugestalten. Die Arbeit wird in Tübingen
stattfinden.
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GERDA / Double Chooz (Diplomarbeiten)
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Darüberhinaus sind auch andere Aufgaben denkbar, bitte bei Interesse
einfach nachfragen.
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