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Die Forschungsprojekte des Lehrstuhls beschäftigen sich alle mit
der experimentellen Astroteilchenphysik, einem der aktuellsten und
interessantesten Gebiete der Physik. Zuletzt wurde im Jahr 2002 der
Nobelpreis für Physik für den Nachweis
des »Neutrinodefizits«, das durch
Neutrinooszillationen erklät wird, vergeben.
Unsere Aktivitäten teilen sich auf drei Experimente auf, die
alle auf der Suche nach der Physik jenseits des Standardmodells der
Elementarteilchenphysik sind:
- direkte Suche nach Dunkler Materie mit
CRESST
- (zukünftiges) Nachweis des neutrinolosen
Doppelbetazerfalls (0νββ) mit GERDA
Aktuell Diplom-/Doktorarbeiten zu
vergeben!
- long-baseline Experiment Double Chooz zur Bestimmung des
Θ13-Mischungswinkel der Neutrinomassenmatrix
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei in Monte-Carlo-Simulationen, die
zum besseren Verständnis von Untergrundereignissen führen
sollen.
Da es sich in allen Experimenten um die Physik der schwachen
Wechselwirkung oder sogar um noch unbekannte, sehr schwach
wechselwirkende Teilchen handelt und damit Ereignisse sehr selten sind,
müß die Funktionsweise der Detektoren sehr gut verstanden
werden. Auf dem Niveau der derzeitigen Low-Background-Experimente sind
Simulationen deshalb unabdingbar.
Um immer bessere Sensitivitäten der Experimente zu erzielen, sind
internationale Kooperationen sinnvoll und auch notwendig. Im Rahmen des
von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren
unterstützten
Virtuellen Instituts für Dunkle Materie und Neutrinophysik
(VIDMAN) können durch den
Erfahrungsaustausch in
regelmäßigen Treffen verschiedene Aktivitäten wie
Datenaufnahme, Design von neuen Experimenten und anderes koordiniert
werden.
Auch im internationalen Bereich werden diese Kooperationen immer weiter
ausgebaut. Die Europäische Union fördert diese Arbeit in
einem Rahmen, der alle großen Forschungseinrichtungen im Bereich
der Astroteilchenphysik in Europa umfaßt (ILIAS).
Innerhalb der Universität gibt es regen Austausch mit
verschiedenen Gruppen vor allem in der Kernphysik, aber auch mit dem Institut für theoretische Physik. Im
Rahmen des von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) und vom Schweizerischen Nationalfonds
(SNF) geförderten Graduiertenkollegs »Hadronen im Vakuum, in
Kernen und in Sternen« der Universitäten Basel und
Tübingen sowie in Kürze auch Graz werden verschiedene
Aktivitäten durchgeführt. Insbesondere die
regelmäßgen Graduiertentage bieten interessante Ausblicke
auch auf andere Forschungsbereiche.
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